Kurzbeschreibung

  • Bauteil: Scheinwerfer für Elektro-Motorrad
  • Dimensionen: Durchmesser ca. 180mm, Höhe: ca. 500mm
  • Material: PETG
  • Druckverfahren: FDM
  • Druckdauer: ca. 70h
  • Gewicht: ca. 700g
  • Nachbearbeitung: Oberflächenbehandlung mit speziellem Epoxidharz

Was ist das Projekt?

Die ETH Zürich hat sich vorgenommen, im Rahmen des Fokusprojektes ethec ein Elektro-Motorrad von Grund auf zu entwickeln und schlussendlich auch ein funktionierender Prototyp zu bauen. Die Vision des Projektes war, eine urbane Lösung für die Mobilität zu entwickeln. Viele bereits bestehende Elektro-Motorräder haben aufgrund limitierter Akkukapazität eine relativ kleine Reichweite. Das von der ETH entwickelte Motorrad möchte sich diesem Problem annehmen und mit neu entwickelten Technologien die zur Verfügung stehende Energie effizienter nutzen und so neue Möglichkeiten in der Mobilität eröffnen.

Was ist 3D gedruckt?

Die ETH Zürich, beziehungsweise ethec, ist in erster Linie auf die Firma CHANGE3D GmbH zugekommen, weil der Scheinwerfer des Motorrades, durch das sehr spezielle Design nicht auf konventionelle Art und Weise hergestellt werden konnte. Mit Hilfe des FDM-3D-Drucks waren den Designer des Scheinwerfers keine Grenzen gesetzt und das Bauteil konnte genauso hergestellt werden wie geplant. Die besondere Form des Scheinwerfers war wichtig, um das Gesamtdesign und das Erscheinungsbild des Motorrades im Einklang zu halten.

Der Schweinwerfer wurde aus dem Material PETG gedruckt, das für diese Art von Bauteilen aufgrund seiner Stabilität und seines geringen Gewichts ideal ist. Der fertig gedruckte Scheinwerfer wurde dann von der Firma CHANGE3D GmbH mit einem speziellen Epoxid-Harz überzogen. Dies sorgt für eine sehr glatte und stabile Oberfläche. Extern wurde das Bauteil dann von einem Lackierer geschliffen und lackiert, um so eine perfekte Optik zu erzeugen. Dem fertigen Scheinwerfer ist nicht mehr anzusehen, dass es sich um ein gedrucktes Bauteil handelt.

Da sich ethec anhand des Scheinwerfers von den Qualitäten der Firma CHANGE3D GmbH überzeugen konnte, wurden dann noch weitere Bauteile für den Prototypen bestellt. Unteranderem Formen für den Sitz, diverse Behälter für Flüssigkeiten und Gehäuse für die Elektronik. Gerade für die Ausgleichsbehälter, welche mit Flüssigkeit in Berührung kommen, wurde das Material ABS verwendet, welches für noch mehr Stabilität sorgt und chemisch beständig ist.

Durch die 3D gedruckten Bauteile der Firma CHANGE3D GmbH konnten in kürzester Zeit wichtige Bauteile teils in mehreren Iterationsschritten den Anforderungen entsprechend hergestellt werden. Durch die tatkräftige Unterstützung und das grosse Know-How der CHANGE3D GmbH konnte somit nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell gespart werden.

Webseite zum Projekt: https://www.ethec.ethz.ch